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Ernährung

Light Produkte und abnehmen

Mitte der 80-er Jahre kamen die ersten Light-Produkte auf den Markt. Seither boomt dieses Geschäft. Leichte Joghurt, leichte Sahne, leichte Cola, leichte Chips. Die Leichtigkeit auf den Produktverpackungen gaukelt dem Konsumenten ein gesünderes Leben vor. Aber ist denn eine Ernährung mit Light-Produkten wirklich gesünder und kann man dadurch wie gewünscht Gewicht verlieren?

Was genau sind Light-Produkte eigentlich?

In Light-Produkten werden bestimmte biologische Inhaltsstoffe durch chemisch hergestellte Stoffe ersetzt.

So wird herkömmliches Fett ganz oder teilweise durch natürliche Produkte wie Kohlenhydrate und Eiweiss, oder durch chemisch hergestellte Fettstoffe ersetzt.

Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger, was bedeutet, dass die Zugabe von Fett in einer Mahlzeit erst das Aroma entfalten lässt. Weil jegliche Fettersatzstoffe diese Funktion nicht erfüllen können, werden den Produkten künstliche Geschmacksverstärker und Emulgatoren zugesetzt.

Als Zuckerimitat wird bei der Herstellung meistens Aspartam verwendet, da es dem Geschmack natürlichen Zuckers am meisten ähnelt und der bittere Nachgeschmack wie bei anderen Süssstoffen ausbleibt.

Aspartam hat etwa denselben Energiegehalt wie Zucker. Weil aber die Süsskraft von Aspartam fast 200-mal so stark ist, wie die von Zucker, wird es in viel geringeren Mengen eingesetzt, sodass die Kalorienzahl unbedeutend wird.

Ausserdem besteht bei Aspartam kein Kariesrisiko, da es für kariesverursachende Bakterien im Mund keine Nahrung bietet. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) diesen positiven Aspekten, wird Aspartam immer wieder als gesundheitsschädlich gebrandmarkt.

Dabei können die gesundheitlichen Probleme erst beim Einsatz von gigantischen Mengen auftauchen. Bei Ratten hat man getestet, dass eine Einnahme von 10g (10‘000mg) gesundheitliche Probleme hervorrufen kann.

Auf den Menschen hochgerechnet, wären das etwa 500g pro Tag, was umgerechnet rund 4‘800 Liter Cola light entsprechen würde.

Mit einem erhöhten Verzehr von Zucker, Salz, Fett, Alkohol, Zigaretten, Gegrilltem und Frittiertem fügen jährlich weltweit hunderttausende Menschenihrer Gesundheit grossen Schaden zu.

Aspartam hingegen kann in den verwendeten Mengen normalerweise keinen Schaden anrichten. Ausnahmen bilden Menschen mit einer Phenylketonurie. Dies ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, die den Abbau von in Aspartam enthaltenem Phenylalanin verhindert.

Die daraus entstehende Ablagerung im Blut kann mit der Zeit Nerven und Gehirn schädigen. Betroffene wissen aber über die eigene Unverträglichkeit Bescheid.

Deshalb müssen aspartamhaltige Produkte entsprechend mit dem Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ gekennzeichnet sein.

Das grosse Problem bei Light-Produkten

Dass Light-Produkte für die Gesundheit nicht unbedingt schädlich sein müssen, wissen wir jetzt. Das wirkliche Problem an Light-Produkten ist ein ganz anderes, nämlich ein psychologisches.

Durch einen Einkaufswagen voller Light-Produkte glaubt der Konsument gesünder zu leben, da er ja weniger Fett oder Zucker konsumiert. Aber auch fettarme Chips und zuckerarme Getränke sind keine ausgewogene Ernährung.

Oftmals werden auch einfach grössere Mengen an Light- Produkten konsumiert, da man nicht so schnell von Gewissensbissen geplagt wird.

Aber schlussendlich haben zwei Packungen Light-Chips genauso viele Kalorien wie eine herkömmliche und gesünder sind die ersteren auch nicht. In der Folge behalten gerade Übergewichtige diese ungesunde Ernährungsweise bei, anstatt auf gesunde, von Natur aus fett- oder zuckerarme Lebensmittel umzusteigen.

Dazu kommt, dass diese Produkte meist total überteuert angeboten werden, obwohl nicht mehr oder wertvollere Inhaltsstoffe enthalten sind. Die ganze Light-Vermarktung ist demnach wohl eher ein fantastischer „Marketing- Gag“.

Ausserdem konnten zahlreiche Studien eine erhöhte Energieaufnahme feststellen, wenn nach dem Verzehr von Fettersatzstoffen natürliche Fette gegessen wurden (Kompensationseffekt).

Dieser Effekt ist hierzulande besser bekannt als Jojo-Effekt und führt bei einseitigen Diäten langfristig zu keinem Erfolg, sondern eher zu einer Gewichtszunahme.

Künstliche Süssstoffe machen dick

Künstliche Süssstoffe bringen nicht nur ein psychologisches Problem mit sich, sondern können sogar zu einer Gewichtszunahme führen.

Wie eine Studie des University of Texas Health Science Center ergab, nahm der Hüftumfang bei Probanden, die zwei oder mehr solcher Limonaden am Tag konsumierten, sechs mal stärker zu als bei denen, die keine Light-Getränke tranken.

Bei ähnlichen Studien wurde schon vor kurzem festgestellt, dass künstliche Süssungsmittel zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Damit steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit der Gewichtszunahme, sondern auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Vermutlich führen die Stoffe wie Aspartam zu einer Veränderung im Gehirn und somit möglicherweise auch langfristig zu chronischen Erkrankungen.

Bereits 1988 liessen Wissenschaftler verlauten, dass Süssstoffe Heisshunger auslösen und so Übergewicht fördern.

In der Tiermast soll er für schnelle Gewichtszunahme sorgen.

Die Forscher erklären sich ihre Ergebnisse folgendermassen:

Der Geschmackssinn signalisiert dem Körper, dass Speisen oder Getränke süss sind. Der Organismus erwartet daher eine grosse Kalorienmenge in Form von Zucker und schüttet entsprechend Insulin zur Aufnahme des Zuckers in die Körperzelle aus.

Da nun aber kein oder nur wenig Zucker im Blut ist, bleiben die Insulinwerte hoch (Hyperinsulinismus) und die Zuckerwerte tief (Hypoglykämie), was zu Heisshunger und auf Dauer zu Insulinresistenz und Diabetes führen kann.

Dieser Effekt gilt für alle kalorienfreien Süssstoffe, also auch für Stevia-Produkte. Zuckerfreie Süssstoffe sollten deshalb, wie bei EPD-Produkten, immer in Kombination mit langsam verdaulichen Kohlenhydraten eingesetzt werden.

Entweder richtig oder gar nicht

Anstatt die Ernährung auf ein Light-Produktesortiment zu beschränken, stellen Sie Ihre Ernährung lieber ganz auf den Kopf, orientieren sich im Supermarkt grundsätzlich an der Frischetheke und essen gelegentlich mal ein grosses Stück richtig gute Schokolade oder benutzen wenig Butter statt der doppelten Menge Margarine.

Man darf sich ruhig auch was gönnen und wie es so schön heisst, ist es die Menge, die das Gift macht.

Ausserdem sind Zucker und Fett, in richtigen Mengen konsumiert, für den menschlichen Körper auch wichtig. Das Zusetzen von Butter zu Karottengemüse zum Beispiel verbessert die Aufnahme des in den Karotten enthaltenen Vitamin A. 

Weil chemische Fettersatzstoffe nämlich unverdaulich sind, werden die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K nur vermindert aufgenommen. Der Körper scheidet sie nahezu unberührt wieder aus.

Machen Sie keine halben Sachen. Bleiben Sie lieber beim Original und geniessen Sie ab und zu, aber geplant und dafür richtig!

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