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Ernährung

Gesund abnehmen mit EPD – 9 Märchen über`s Abnehmen

1. Je weniger ich esse, desto schneller nehme ich ab.

Falsch!

Die Menge und die Zusammensetzung spielt die entscheidende Rolle. Wenn Sie zum Beispiel gar nichts essen (Nulldiät, Saft-fasten), wird Ihr Körper in­nerhalb von zwei bis drei Tagen Ihren Grund- oder Ruheumsatz senken (Ihr Körper verbrennt weniger = Sparflammeneffekt). Nur wenn Sie ausreichend Eiweiss, Kohlenhydrate mit tiefem glykämischen Index, genügend Flüssigkeit und die für den Stoffwechsel notwendigen Vitamine-, Mi­neralien und Spurenele­mente zuführen, erreichen Sie eine optimierte Depot­fettverbrennung und damit die Voraussetzung für eine rasche und gezielte Ge­wichtsabnahme.  Wie bei allen Verbrennungsprozes­sen, gibt nur der optimale Mix die gewünschten Er­gebnisse.


2. Wenn ich abnehme, lerne ich gleichzeitig mein Gewicht zu halten.

Falsch!

Dieser Jahrhun­dert-Irrtum ist mitverant­wortlich, dass viele Abnehmwillige unter falschen Voraussetzungen in eine Diät einsteigen und sich dann wundern, dass sie nach jeder Diät wieder zunehmen. Abnehmen ist für den Körper eine völlig andere Stoffwechselsitua­tion als das Wunschge­wicht zu halten. Beim Ab­nehmen brauchen Sie also einen völlig anderen Nähr­stoffmix als beim Stabili­sieren. Die Auswahl der Le­bensmittel sind deshalb völlig unterschiedlich.


3. Wenn ich eine oder zwei Mahlzeiten am Tag weglasse, kann ich auch gut abnehmen.

Falsch!

Zwar werden Sie in den ersten Tagen, an de­nen Sie das tun, tatsächlich ein paar Pfunde verlieren, aber mittel- und längerfris­tig gewöhnt sich der Kör­per an diesen Rhythmus der Nahrungszufuhr und wird, wie unter Märchen 1 beschrieben, den Ruhe-oder Grundumsatz (primär die Fettverbrennung) sen­ken. Viele Aminosäuren (Eiweisse), Vitamine, Mi­neralien und Spurenele­mente werden für die op­timale Fettverbrennung benötigt und können nur beschränkt gespeichert werden.

Fehlen diese (z. B. Carnitin), baut der Körper nicht nur weniger Fett son­dern zusätzlich auch Mus­kelmasse ab. Bei weniger Muskelmasse sinkt der Grund-/Ruheumsatz wei­ter, man fühlt sich müde und schlapp, Bewegung fällt einem schwer. Ein ge­fährlicher Kreislauf be­ginnt.


4. Mit einer 1000kcal Mischkost-Diät kann ich abnehmen und mich trotzdem ausgewogen ernähren.

Falsch!

Auch dieser Blöd­sinn geistert immer noch in vielen Köpfen herum. Es ist heute unmöglich, mit nur 1000kcal pro Tag den Stoffwechsel und die Kör­perzellen mit allen lebens­notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Ein Mangel an Fettsäuren, Aminosäu­ren (Eiweisse), Vitaminen, Mineralien, Spurenelemen­ten wird über mittlere bis längere Zeit die Folge sein. Gesundheitliche Schäden sind vorprogrammiert.


5. Wenn ich nur Eiweiss und keine Kohlenhy­drate esse, nehme ich schneller ab.

Falsch!

Auch hier haben wissenschaftliche Unter­suchungen eindeutig ge­zeigt, dass Sie in etwa gleich viel abnehmen, wenn Sie nur Eiweiss und Fett (Atkins) essen, wie wenn Sie eine Mischkost mit Eiweiss, Fett und Kohlenhydraten in glei­cher Kalorienmenge essen. Interessant ist jedoch, dass der Gewichtsverlust bei einer eiweissdominierten Diät(z.B. Atkins) vermehrt durch Wasserverlust ent­steht, während bei einer Diät mit Kohlehydraten, mehr Fett verbrannt wird.


6. Meine Blutgruppe spielt eine Rolle, bei dem was ich essen darf oder nicht.

Falsch!

Es gibt keine wissenschaftlich haltbare Erklärung für eine Blutgruppendiät oder spezielle Lebensmittel, die auf Grund einer bestimmten Blutgruppe zu meiden oder zu bevorzugen sind. Eine viel grössere Rolle spielen wahrscheinlich die Gene in Ihrem Erbgut. Der Geschmackssinn wird nämlich vererbt, wie das neuere Untersuchungen am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE, 2005) in Potsdamm bestätigt haben. Während wir früher essen mussten, was auf den Tisch kam, können wir uns heute meistens das aussuchen, was uns schmeckt. Dies führt mittel- und längerfristig zu einer einseitigen, rein geschmacksorientierten Ernährung. Wenn nur noch das gegessen wird, was uns schmeckt, muss man sich über Mangelerscheinungen, Übergewicht und Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht wundern. In Europa rechnet man heute schon mit einem Bevölkerungsanteil von 30 bis 40% mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten und darum sog. Rotationsdiäten. Bestimmte Nahrungsmittel dürfen dann nur noch alle 3 bis 4 Tage gegessen werden. Dieser Ansatz dürfte auch für die Stabilisierungsphase richtig sein.


7. Mit Trennkost nimmt man leichter ab.

Falsch!

Auch für die Trennkost gibt es keine wissenschaftlich fundierte Basis. Ernährungsphysiologisch ist sie auch bedenklich, weil der Eiweiss-und Fettanteil, wie bei der Atkinsdiät, viel zu hoch ist und zu einer latenten Übersäuerung mit allen negativen Folgen (Gicht, Rheuma, entzündliche Erkrankungen) führen kann. Warum man bei Trennkost abnehmen kann ist ganz einfach erklärt. Wenn Sie über die Spaghettis keinen Käse streuen dürfen oder zum Raclette keine Kartoffeln essen, schmeckt’s weniger und Sie essen automatisch weniger.

Wenn Sie uns nicht glauben, versuchen Sie mal die Hefel’sche Trennkost. Trennen Sie konsequent Fett und Kohlenhydrate (zum Frühstück und Mittagessen nur Kohlenhydrate und Eiweiss essen und zum Nacht-/Abendessen nur Fett und Eiweiss). Das funktioniert garantiert. Ein heisser Tipp für die Stabilisationsphase. Den gleichen Effekt erzielen Sie auch, wenn Sie konsequent Salz und Zucker (inkl. Süss-Stoff) in Ihren Speisen weglassen. Ihre täglichen HCK®-Vitalstoffe sollten Sie aber trotzdem zu sich nehmen.


8. Ein kleines Stück Schokolade pro Tag ist besser als einmal in der Woche eine ganze Tafel.

Falsch!

Die Geschwindigkeit des Zuckeranstiegs im Blut ist unabhängig von der Menge, die Sie essen. Bei einem kleinen Stück Schokolade, wird gleich viel Insulin ausgeschüttet, wie bei einer ganzen Tafel. Da aber insgesamt wenig Zucker im Blut vorhanden ist, die Insulinmenge aber für eine ganze Tafel ausreichen würde, kommt es schnell zurUnterzuckerung bei gleichzeitig noch hohen Insulinwerten und damit zu Stoffwechselstress. Die Stresshormone  Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, Sie fühlen sich kribbelig, schwach, gestresst und reagieren mit Heisshunger. Die Folgen sind absehbar.  Wenn Sie eine ganze Tafel essen, stimmt das Verhältnis Blutzucker zu Insulin und Sie reagieren mit Sättigung und nicht mit Hunger. Achtung: diese Empfehlung ist in dieser Form für den Diabetiker nicht geeignet, da er schon  eine etablierte Stoffwechselkrankheit hat. Diabetiker müssen sich an kleine über den Tag verteilte KH-Portionen halten.


9. Obst macht schlank, von Obst kann man nicht zunehmen.

Falsch!

Das heutige Obst hat auf Grund von Pflanzenzüchtungen einen bis zu 30% höheren Traubenzuckeranteil als früher. Süsse Obstsorten werden bevorzugt. Heute spielt es leider praktisch keine Rolle mehr, ob Sie ein Stück Schokolade oder ein paar Trauben, einen Apfel oder eine Orange essen. Die Insulinantwort auf den auch bei Obst rasch ansteigenden Blutzuckeranstieg ist wie bei Schokolade in etwa gleich gross. Hungerattacken und Stoffwechselstress sind die Folgen, wenn Sie nur einen Apfel oder ein paar Trauben zu sich nehmen. Essen Sie deshalb eine ganze Mahlzeit, also zwei bis drei Äpfel, zwei bis drei Portionen Trauben oder zwei bis drei Orangen auf einmal, dann werden Sie satt.

Noch besser: Kombinieren Sie Obst immer mit langsam verdaulichen Kohlenhydraten, z.B. als Dessert nach einer Mahlzeit oder zusammen mit einem halben Teelöffel Guar HP-100.

 

 

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