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Ernährung

Fit mit Fett – weshalb sind Fette wichtig?

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Fit mit Fett - Sind ungesättigte Fettsäuren gesünder?

Werden ungesättigte Fettsäuren in der Kombination mit Zucker im Übermass konsumiert, stellt die Fettverbrennung dauerhaft ab.  Im Interview mit „Meine Gesundheit“ erläutert Andreas Scheler (FA Allgemeinmedizin/NHV (D), wie Fette /Fett wieder Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung werden können.

Herr Scheler, Fette stehen vielfach im Ruf, gesundheitsschädlich zu sein. Inwiefern gehören sie aber auch zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung mit dazu?

Scheler: Beim Thema Abnehmen betrachten viele das Fett als den Übeltäter schlechthin. Dabei sind Fette Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

So benötigen zum Beispiel unsere Darmbakterien Fette. Ohne sie verhungern die sogenannten Symbionten – also die natürlichen Begleitmikroorganismen, die für die Funktion des Immunsystems von enormer Bedeutung sind.

Auch für die bedarfsgerechte Zufuhr von fettlöslichen Vitaminen, Antioxidantien und Mikronährstoffen ist ausreichend Fett von entscheidender Bedeutung. Daher macht Fett also auch fit  – allerdings immer nur dann, wenn es das richtige Fett ist, das ausreichend und ausgewogen aufgenommen wird.

Andreas_Scheler

Andreas Scheler

Facharzt für Allgemeinmedizin/NHV (D)

Facharzt für Allgemeinmedizin/NHV (D)

Wie unterscheiden sich gesättigte und ungesättigte Fettsäuren und wo sind gesättigte und ungesättigte Fettsäuren enthalten?

Scheler: Gesättigte Fette stellen den Treibstoff für die Mitochondrien dar – die Kraftwerke in unseren Zellen.

Sie dienen ausschliesslich der Energiegewinnung. Um den Stoffwechsel und die Fettverbrennung erfolgreich zu stimulieren, sind die gesättigten Fettsäuren deshalb unverzichtbar, wenn auch nur in moderaten Mengen.

Wir beziehen sie aus tierischer Nahrung oder aus Ölen, wie zum Beispiel dem Sonnenblumenöl oder dem Palmöl.

Die ungesättigten Fettsäuren sind wichtige Bestandteile unserer Zellwände. Werden nicht genügend ungesättigte Fettsäuren zugeführt, können die Mitochondrien nicht arbeiten.

Im Idealfall beziehen wir diese Fette aus tierischen Quellen, zum Beispiel aus Fischöl. Auch Pflanzen liefern diese wertvollen Öle, jedoch müssen sie von unserem Körper erst noch in die tierische Form umgewandelt werden, was deutliche Verluste mit sich bringt.

Leinsamenöl, Chiasamenöl und Hanfsamenöl können uns direkt mit sehr hochwertigen ungesättigten Fetten versorgen und Salate oder andere Speisen verfeinern.

Sie enthalten eine relativ hohe Menge an gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren, die bei der Regeneration des Nervensystems und der Schleimhäute helfen sowie Herz, Kreislauf und Gefässe schützen.

epd-fettverbrennung
epd-fettverbrennung

Fette erfüllen also Funktionen, die für die Gesundheit des Menschen sehr wichtig sind. Was führt denn nun zu Übergewicht, bzw. was macht das Abnehmen vielfach so schwer?

Scheler: Leider werden die ungesättigten Fettsäuren heute im Übermass zugeführt – und zwar fast immer in der fatalen Kombination mit Zucker.

Das betrifft hauptsächlich Fertiggerichte, Backwaren und Süssspeisen. Über einen epigenetischen Mechanismus führt diese Fehlernährung zu einem dauerhaften Abschalten der Fettverbrennung in unseren Zellkraftwerken und einer Blockade des Stoffwechsels.

Übergewicht und Krankheiten sind die Folge, denn: Durch den hohen Zuckerkonsum und die damit verbundene Ausschüttung von Insulin bleibt dem Körper kein anderer Weg, als überschüssiges Fett aufzubauen.

Es wird in der Regel unter der Haut oder im Bauchraum abgelagert – aber auch an Stellen, die dafür nicht vorgesehen sind. In erster Linie ist hier die Leber zu nennen, die verfettet und sich entzünden kann.

So betrachtet ist Diabetes mellitus Typ 2 („Alterszucker“) auch keine Zuckerkrankheit, sondern eine Fettkrankheit.

Das ist ein umfassender Paradigmenwechsel, der von der Wissenschaft zwar erkannt wurde, sich in der täglichen Praxis bislang aber noch nicht auf breiter Basis durchgesetzt hat.

Unter welchen begleitenden Symptomen leiden Menschen, wenn der Stoffwechsel blockiert und die Fettverbrennung abgeschaltet ist?

Scheler: Da die gesättigten Fettsäuren für die Energiegewinnung nicht mehr zur Verfügung stehen, kommt es innerhalb der Zelle zu einem spürbaren Energiemangel.

Die Betroffenen leiden erkennbar an Müdigkeit, Kraftlosigkeit sowie an Konzentrations- und Denkstörungen. Sie neigen auch zu Diabetes mit allen Folgeerkrankungen.

Wie lassen sich der Stoffwechsel und die Fettverbrennung denn wieder erfolgreich stimulieren?

Scheler: Für das dauerhafte Wiedererlangen von Gesundheit und Leistungsfähigkeit muss diese Fehlsteuerung wirksam beseitigt werden.

Dazu ist vorübergehend eine niederkalorische Diät mit komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und ausgewogenen Fetten nötig.

Das Zurückschalten auf den normalen Stoffwechselmodus erfordert auch die Zufuhr von richtigen Aminosäuren und Mikronährstoffen. Bereits nach wenigen Tagen sind die positiven Effekte spürbar.

Müdigkeit und Schlappheit schwinden und die Lebensgeister kehren zurück. Trotz der niedrigen Kalorienzufuhr ist die Leistungsfähigkeit ohne Hungergefühl ausreichend gegeben. Sind die Zellen wieder voll funktionsfähig, dann können sie zur Energiegewinnung auch wieder auf die Fettdepots zurückgreifen.

Der Aktivierungsgrad der Fettverbrennung lässt sich durch eine Atemgasanalyse messen, indem Sauerstoff und Kohlendioxid bestimmt werden – z.B. in den SALUSMED Centern in Zürich und Kreuzlingen oder im Fachkurhaus Seeblick in Berlingen.

Seit mehr als 25 Jahren kommt dort auch das ausgeklügelte und genau bilanzierte EPD-Ernährungsprogramm wirksam zum Einsatz. Es reduziert Depotfett schnell und gezielt, entgiftet tiefgreifend, reguliert das Hormonsystem und aktiviert den Körper.

Dadurch normalisiert sich der Stoffwechsel!

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